Montag, 10. April 2017

PAPER PRINCESS - ERIN WATT [REZENSION]

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Paper Princess | von Erin Watt | Verlag: Piper | Erscheinungsdatum: 01.03.2017 | Übersetzer: Lene Kubis | Taschenbuch | 384 Seiten | Preis: 12,99€ hier kaufen

Band 1: Paper Princess - Die Versuchung
Band 2: Paper Prince - Das Verlangen
Band 3: Paper Palace - Die Verführung

Klappentext
Ellas Leben war bisher alles andere als leicht, und als ihre Mutter stirbt, muss sie sich auch noch ganz alleine durchschlagen. Bis ein Fremder auftaucht und behauptet, ihr Vormund zu sein: der Milliardär Callum Royal. Aus ihrem ärmlichen Leben kommt Ella in eine Welt voller Luxus. Doch bald merkt sie, dass mit dieser Familie etwas nicht stimmt. Callums fünf Söhne – einer schöner als der andere – verheimlichen etwas und behandeln Ella wie einen Eindringling. Und ausgerechnet der attraktivste von allen, Reed Royal, ist besonders gemein zu ihr. Trotzdem fühlt sie sich zu ihm hingezogen, denn es knistert gewaltig zwischen ihnen. Und Ella ist klar: Wenn sie ihre Zeit bei den Royals überleben will, muss sie ihre eigenen Regeln aufstellen …

Meinung
Auf Instagram hat das Buch soviel positive Rückmeldung bekommen, dass ich es mir direkt gekauft habe, als ich es gesehen habe. Ich dachte, wenn das Buch vielen so extrem gut gefällt, muss es mir auch gefallen und deshalb habe ich mich ohne Vorwissen in das Buch hineingestürzt. Was ich gelesen habe, hat mich ehrlich gesagt enttäuscht.


Das Cover ist atemberaubend schön. Im Regal sieht es so traumhaft aus, dass ich es sogar mit dem Buchcover nach vorne stehen habe. Das Glitzer schimmert so wundervoll im Licht und ich könnte einfach 100 Jahre über das Cover reden, aber kommen wir direkt zum Punkt.

Da ich keine Vorahnung hatte, habe ich eine Prinzessinnen-Story erwartet. Ja Anja...weit gefehlt. Wer das Buch noch nicht gelesen hat und denkt er wird irgendetwas über ein Königreich, eine Prinzessin oder ähnliches lesen, sollte sich besser auf andere Sachen gefasst machen. Zum Beispiel auf Beschimpfungen, Gewalt, Fast-Vergewaltigung, Sexismus und und und. Falls ihr Feminist seit, rührt das Buch einfach gar nicht erst an.

Die Geschichte beginnt mit Ella, die von ihrem neuen Vormund Callum Royal kurzerhand aus einem Stripclub gekidnappt wird. Man wird also in die Story reingeworfen, was im Grunde genommen eigentlich gar nicht schlecht ist. Ein Problem ist nur, dass es total verwirrend und unglaubwürdig war. Callum taucht einfach auf, behauptet er ist Ellas Vormund und nimmt sie einfach mit. Ich glaube nicht, dass das so ablaufen sollte.

Die Handlung ist relativ voraussehbar. Mich hat das Ende nicht sonderlich geschockt und auch der Cliffhänger, den viele als extrem ansehen, hat mich nicht wirklich mit dem Gefühl stehen lassen, dass ich das nächste Buch jetzt sofort haben muss. Außerdem weiß ich nicht, ob ich den Plot überlesen habe oder ob es einfach keinen gab. Jedoch bin ich mir ziemlich sicher, dass es keinen gab.

Mir hat überhaupt nicht gepasst, wie Mädchen einfach immer wieder beleidigt wurden und es so dargestellt wurde, als ob Frauen nur da sind um sie auszunutzen. Es war kein Junge im Buch der wirklich ernstgemeint an einem Mädchen interessiert war und sie nicht wie ein Stück Dreck behandelt hat. Ich bin keine übermäßige Feministin, aber das ging gar nicht.

Was mir gefallen hat, aber zugleich auch irgendwie nicht gefallen hat, ist Ella. Sie ist eine starke Charakterin, die sich seit dem Tod ihrer Mutter alleine durchs Leben gekämpft hat. Sie lässt sich von niemandem was gefallen und ist auch Callum gegenüber erstmal skeptisch, jedoch fand ich es unlogisch, dass sie auf 2 von 5 Royal Brüder steht. Sie behandeln sie wortwörtlich wie Mist, aber das scheint sie nicht zu interessieren. Ich weiß ja nicht wie es euch geht, aber wenn mich jemand als Schlampe beleidigt und mir ins Gesicht sagt, dass mein Bruder nicht mit mir schlafen darf, weil er sich etliche Geschlechtskrankheiten einfangen könnte, wäre ich nicht so geil auf jemanden. Aber gut, jedem das seine. Vielleicht sollte Ella auch mal jemand sagen, dass es nicht positiv dazu beiträgt seinen schlechten Ruf als Stripperin zu verlieren, wenn man in einem Käfig anzüglich mit seiner besten Freundin vor der halben Schule tanzt.

Reed war einfach nur ein Arsch. Normal stehe ich ja auf Bad Boy Geschichten, aber Reed ging mir einfach nur auf die Nerven. Er war unhöflich, ein richtiger Mistkerl zu Ella und das größte Schwein, das man sich vorstellen kann. Ich habe keine Ahnung wie Ella oder sonst jemand auf der Welt für ihn anfangen kann Sympathie zu entwickeln.

Der einzige, der sich wahrhaftig zum Guten entwickelt hat ist Easton. Jedoch wird bei ihm irgendwie ganz außer Acht gelassen, dass er eine ernsthafte Sucht hat und man sich vielleicht mal darum kümmern sollte, aber anscheinend ist in der Welt der Reichen jeder mit seinem eigenen Wohlergehen zu beschäftigt.


Fazit
Ich finde den ersten Band der ,,The Royals''-Reihe trotz all der positiven Kritik, die das Buch bekommen hat gewöhnungsbedürftig. Mir gefällt nicht wie Männer in dem Buch dargestellt werden und auch nicht, wie Frauen von den Männern behandelt werden. Ich werde wahrscheinlich den zweiten Band kaufen, weil ich auch in das Cover total verliebt bin und es unbedingt Zuhause stehen haben möchte.
Alles in allem gebe ich dem Buch
2 von 5 Sternen
und hoffe wirklich sehr, dass der zweite Band viel viel besser wird. Ich habe die Reihe noch nicht aufgegeben.

Ich würde mich freuen, wenn ihr ein Abo dalasst und hoffentlich sehen wir uns bei meinem nächsten Post wieder.

Alles Liebe
Anja❤



































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